Essstühle
Garten-Essstühle kaufen: Zuerst die Kombination mit dem Tisch prüfen
Essstühle für den Garten sollten vor allem eine angenehme Sitzposition am Gartentisch ermöglichen. Deshalb sind Sitzhöhe, Sitztiefe, Gesamtbreite und Armlehnen mindestens ebenso wichtig wie Material und Design.
Das aktuelle Sortiment umfasst unterschiedliche Dining-Lösungen – darunter stapelbare, drehbare und verstellbare Essstühle sowie verschiedene Sitzhöhen und Materialkombinationen. Dadurch lässt sich der Stuhl gezielt an Tisch, Terrasse und gewünschte Nutzung anpassen.
Prüfen Sie vor dem Kauf zuerst, wie viel Platz am Tisch tatsächlich vorhanden ist und ob der Stuhl unter beziehungsweise zwischen dessen Gestell passt. Danach können Komfort, Material, Funktionen und Optik sinnvoll verglichen werden.
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Essstühle für draußen richtig auswählen: Maße, Komfort und Funktion
Ein Garten-Essstuhl unterscheidet sich von einem reinen Lounge- oder Relaxstuhl vor allem durch seine Aufgabe: Er soll eine angenehme Position zum Essen, Unterhalten und längeren Sitzen am Tisch ermöglichen. Ein besonders tiefer oder niedriger Stuhl kann bequem wirken, aber trotzdem schlecht zu einem klassischen Gartentisch passen.
Deshalb sollte ein Essstuhl immer zusammen mit dem verwendeten Tisch und der verfügbaren Fläche beurteilt werden.
Welcher Garten-Essstuhl passt zu Ihrer Nutzung?
| Ausführung | Besonders sinnvoll für | Vor dem Kauf prüfen |
|---|---|---|
| Klassischer Dining-Stuhl | Regelmäßiges Essen und längeres aufrechtes Sitzen am Gartentisch | Sitzhöhe, Rückenlehne, Tischhöhe und verfügbare Breite pro Sitzplatz |
| Stapelbarer Essstuhl | Flexible Terrasse und platzsparendere saisonale Lagerung | Stapelmaß, Gewicht und benötigten Lagerplatz |
| Drehbarer Essstuhl | Komfortables Hinsetzen und Aufstehen ohne starkes Verschieben des kompletten Stuhls | Seitlichen Bewegungsraum und Abstand zu Tisch beziehungsweise Nachbarstuhl |
| Verstellbarer Essstuhl | Essen und anschließendes Zurücklehnen im selben Stuhl | Platz hinter der Rückenlehne und maximale Tiefe in Relaxposition |
| High-Dining-Stuhl | Erhöhte Dining-Tische beziehungsweise dafür vorgesehene Sitzgruppen | Sitzhöhe ausdrücklich mit der Tischhöhe abstimmen |
| Low-Dining-Stuhl | Niedrigere Dining- und Lounge-Esstisch-Konzepte | Nicht automatisch mit einem klassischen hohen Gartentisch kombinieren |
Sitzhöhe und Tischhöhe müssen zusammenpassen
Die Sitzhöhe gehört zu den wichtigsten Maßen eines Essstuhls. Entscheidend ist jedoch nicht ein einzelner vermeintlich idealer Wert, sondern der Abstand zwischen Sitzfläche und Tisch.
Bei bereits vorhandenem Gartentisch sollten deshalb zuerst dessen tatsächliche Maße erfasst werden. Relevant sind insbesondere:
- Höhe der Tischplatte: bestimmt gemeinsam mit der Sitzhöhe die Sitzposition.
- Unterkante von Zarge und Gestell: kann deutlich niedriger liegen als die sichtbare Tischplatte.
- Armlehnenhöhe: entscheidet darüber, wie weit sich der Essstuhl unter den Tisch schieben lässt.
- Tischbeinabstand: bestimmt mit, wie viele breite Stühle tatsächlich nebeneinander stehen können.
Eine ausführlichere Maßplanung bietet der Ratgeber zum Gartenstuhl-Kauf. Für die Abstimmung mit unterschiedlichen Tischformen und Gestellen hilft zusätzlich der Gartentisch-Kaufratgeber.
Essstuhl mit oder ohne Armlehnen?
Armlehnen können längeres Sitzen komfortabler machen. Gleichzeitig vergrößern sie den Stuhl und beeinflussen, wie dicht mehrere Sitzplätze am Tisch angeordnet werden können.
- Mit Armlehnen: angenehm für längere Mahlzeiten und entspannte Gesprächsrunden.
- Ohne Armlehnen: häufig kompakter und leichter unter einen Tisch zu schieben.
- Breite Armlehnen: können die Zahl der tatsächlich nutzbaren Sitzplätze reduzieren.
- Hohe Armlehnen: können an Tischzarge oder Tischplatte anstoßen.
Wer möglichst viele Sitzplätze auf einer begrenzten Terrasse unterbringen möchte, sollte deshalb nicht nur die Breite der Sitzfläche, sondern die vollständige Außenbreite des Stuhls vergleichen.
Stapelbare Essstühle: sinnvoll bei Gästen und wenig Stauraum
Ein stapelbarer Garten-Essstuhl ist besonders praktisch, wenn zusätzliche Sitzplätze nicht das ganze Jahr auf der Terrasse stehen sollen. Mehrere Stühle können bei entsprechender Konstruktion auf derselben Grundfläche gelagert werden.
Für die Kaufentscheidung reicht die Eigenschaft „stapelbar“ allein jedoch nicht aus.
- Stapelmaß prüfen: Breite, Tiefe und Gesamthöhe des späteren Stapels berücksichtigen.
- Gewicht vergleichen: Jeder einzelne Stuhl muss zum Stapeln angehoben werden.
- Polster beachten: lose Sitzkissen müssen gegebenenfalls vorher entfernt werden.
- Stapelbarkeit nicht voraussetzen: ähnlich aussehende Stühle können konstruktiv unterschiedlich aufgebaut sein.
Besonders bei mehreren gleichen Essstühlen kann diese Funktion für Keller, Gartenhaus oder geschützten Lagerbereich einen deutlichen Unterschied machen.
Drehbarer Garten-Essstuhl: mehr Komfort am Tisch
Drehbare Dining-Stühle können das Ein- und Aussteigen am Tisch erleichtern. Statt den gesamten Stuhl weit nach hinten zu ziehen, lässt sich die Sitzfläche je nach Konstruktion zur Seite drehen.
Auf einer dicht möblierten Terrasse sollte der benötigte Bewegungsraum trotzdem geprüft werden. Armlehnen und Rückenlehne verändern ihre Position während der Drehung und können mit Tischkante, Wand oder dem benachbarten Stuhl kollidieren.
Ein drehbarer Essstuhl ist deshalb nicht automatisch platzsparender. Sein Vorteil liegt vor allem in der Beweglichkeit während der Nutzung.
Verstellbarer Essstuhl: Essen und Entspannen kombinieren
Ein verstellbarer Dining-Stuhl kann interessant sein, wenn derselbe Sitzplatz nach dem Essen zum Zurücklehnen genutzt werden soll. Entscheidend ist dabei der Platz hinter dem Stuhl.
- Aufrechte Position: sollte angenehm zum verwendeten Tisch passen.
- Relaxposition: benötigt zusätzlich Raum nach hinten.
- Hauswand oder Geländer: darf den Verstellmechanismus nicht blockieren.
- Nachbarstühle: müssen auch bei veränderter Sitzposition ausreichend Abstand behalten.
Auf einem sehr schmalen Balkon kann ein kompakter fester Essstuhl deshalb praktischer sein als ein weit verstellbares Modell.
High Dining oder Low Dining?
Im aktuellen Sortiment werden auch unterschiedliche Dining-Höhen geführt. Diese Begriffe sind besonders wichtig, weil Stuhl und Tisch als System zusammenpassen müssen.
- High Dining: beschreibt eine erhöhte Sitz- und Tischsituation. Dafür sollten ausdrücklich passende Möbel miteinander kombiniert werden.
- Low Dining: verbindet eine niedrigere, entspanntere Sitzposition mit einem dazu passenden Tisch.
- Klassisches Dining: orientiert sich stärker an der üblichen Essplatz-Sitzposition.
Ein optisch passender Low-Dining-Stuhl kann an einem normalen Gartentisch zu niedrig sein. Umgekehrt funktioniert ein höherer Dining-Stuhl nicht automatisch an einem Lounge-Esstisch. Deshalb sollten Sitz- und Tischhöhe immer anhand der konkreten Maße abgeglichen werden.
Wie viele Essstühle passen an den Gartentisch?
Eine Herstellerangabe zur möglichen Personenzahl ist nur eine erste Orientierung. Breite Stühle, Armlehnen und die Position der Tischbeine verändern, wie viele Plätze tatsächlich komfortabel genutzt werden können.
Für eine realistische Prüfung:
- Stuhlbreite komplett messen: einschließlich Armlehnen und seitlicher Konstruktion.
- Abstand der Tischbeine prüfen: nicht allein mit der Außenlänge der Tischplatte rechnen.
- Stirnplätze testen: besonders bei rechteckigen Tischen können Gestellteile im Weg sein.
- Bewegungsraum erhalten: Personen sollten aufstehen können, ohne mehrere Nachbarstühle verschieben zu müssen.
Bei bereits vorhandenen Stühlen lohnt es sich, diese direkt am geplanten Tisch aufzustellen. Wird der Tisch neu gekauft, können die vorgesehenen Stuhlbreiten vorab mit Kartons oder Markierungen simuliert werden.
Rope, Aluminium, Polyrattan, Teak oder Kunststoff?
Outdoor-Essstühle werden aus unterschiedlichen Materialien und Kombinationen angeboten. Häufig besteht das Gestell aus einem anderen Werkstoff als Sitz- und Rückenfläche.
- Aluminium: eignet sich gut für vergleichsweise leichte Stuhlkonstruktionen und häufiges Umstellen.
- Rope: schafft eine geflochtene, wohnliche Optik und kann eine nachgiebige Sitz- oder Rückenfläche ermöglichen.
- Polyrattan: wird häufig bei komfortorientierten Outdoor-Sesseln eingesetzt und mit einem separaten Trägergestell kombiniert.
- Teak und andere geeignete Hölzer: bieten eine natürliche Materialwirkung und benötigen eine zur Oberfläche passende Pflege.
- Kunststoff: ermöglicht unterschiedliche Formen und kann bei entsprechend konzipierten Modellen leicht zu bewegen sein.
- Textilene beziehungsweise Outdoor-Gewebe: kann eine flexible Sitzfläche schaffen und den Bedarf an dicken zusätzlichen Auflagen reduzieren.
Die Materialbezeichnung allein sagt jedoch nicht aus, wie wetterfest oder pflegeleicht der komplette Essstuhl ist. Gestell, Verbindungsteile, Geflecht, Oberflächen und gegebenenfalls Polster sollten gemeinsam betrachtet werden.
Garten-Essstuhl mit Polster oder ohne?
Ein Essstuhl muss nicht zwingend eine dicke Auflage besitzen, um bequem zu sein. Nachgiebige Gewebe-, Rope- oder entsprechend geformte Sitzflächen können bereits ohne zusätzliches Kissen angenehm sein.
Bei Stühlen mit Polsterung sollten Sie berücksichtigen:
- Polsterhöhe: verändert die effektive Sitzhöhe am Tisch.
- Rückenkissen: kann die verfügbare Sitztiefe reduzieren.
- Lagerung: lose Kissen benötigen zusätzlichen trockenen Stauraum.
- Pflege: Bezug und Füllung entsprechend den konkreten Herstellerangaben behandeln.
Essstühle für kleine Terrasse und Balkon
Auf begrenzter Fläche sind vor allem Gesamtbreite, Tiefe und Lagerfähigkeit wichtig. Ein optisch filigraner Stuhl kann durch ausladende Armlehnen mehr Raum benötigen als erwartet.
Für kleine Außenbereiche sind häufig folgende Eigenschaften interessant:
- schmalere Dining-Stühle ohne große Armlehnen
- stapelbare Konstruktionen
- geringe Tiefe in normaler Sitzposition
- Stühle, die sich weit unter den Tisch schieben lassen
- geringes Gewicht bei häufigem Umstellen
Wichtig ist dabei immer die komplette Nutzungssituation. Balkon- oder Terrassentür sowie der wichtigste Durchgang sollten auch dann frei bleiben, wenn Personen am Tisch sitzen.
FAQ zu Garten-Essstühlen
Was ist ein Dining-Gartenstuhl?
Damit wird ein Outdoor-Stuhl bezeichnet, der vor allem für das Sitzen an einem Esstisch vorgesehen ist. Entscheidend sind jedoch die konkreten Sitzmaße und nicht allein die Bezeichnung „Dining“.
Kann ich verschiedene Garten-Essstühle an einem Tisch kombinieren?
Ja. Wichtig ist, dass Sitzhöhe und Platzbedarf ausreichend ähnlich sind und alle Stühle zum Tischgestell passen. Unterschiedliche Materialien oder Farben können bewusst kombiniert werden, solange die Sitzposition funktioniert.
Wie erkenne ich, ob ein Essstuhl unter meinen Gartentisch passt?
Messen Sie die höchste Stelle der Armlehnen und vergleichen Sie sie mit der niedrigsten freien Höhe unter Tischplatte beziehungsweise Tischzarge. Zusätzlich müssen Außenbreite und Tischbeinabstand zusammenpassen.
Was ist der Unterschied zwischen High Dining und Low Dining?
High Dining arbeitet mit einer höheren Sitz- und Tischposition, Low Dining mit einer niedrigeren und stärker loungeorientierten Sitzsituation. Stuhl und Tisch sollten jeweils ausdrücklich hinsichtlich ihrer tatsächlichen Höhen miteinander abgeglichen werden.
Braucht ein drehbarer Gartenstuhl mehr Platz?
Nicht zwangsläufig mehr Grundfläche im Ruhezustand, aber ausreichend seitlichen Bewegungsraum. Während der Drehung verändern Armlehnen und Rückenlehne ihre Position und dürfen nicht an Tisch oder andere Möbel stoßen.
Kann ein stapelbarer Essstuhl Armlehnen haben?
Ja. Stapelbarkeit und Armlehnen schließen sich nicht aus. Entscheidend ist die konkrete Konstruktion des Stuhls und die vom Hersteller vorgesehene Stapelfunktion.
Ist ein Gartensessel automatisch als Essstuhl geeignet?
Nein. Ein tiefer oder niedriger Gartensessel kann zum Entspannen gedacht sein und an einem klassischen Esstisch eine ungünstige Sitzposition erzeugen. Sitzhöhe, Sitztiefe und Armlehnen sollten deshalb vor der Kombination geprüft werden.
Welche Essstühle eignen sich bei wenig Lagerplatz?
Stapelbare Modelle können besonders praktisch sein, weil mehrere Stühle weniger Bodenfläche beanspruchen. Zusätzlich sollten Gewicht, Stapelhöhe und die Lagerung eventuell vorhandener Kissen berücksichtigt werden.