Pergolen
Pergola kaufen: Bauart und Stellfläche zuerst festlegen
Eine Pergola schafft einen dauerhaft definierten Sitzbereich auf Terrasse oder im Garten. Vor dem Kauf sollte jedoch zuerst geklärt werden, ob eine freistehende Pergola oder eine Wandpergola besser zum Grundstück passt und welche Fläche tatsächlich überdacht beziehungsweise beschattet werden soll.
Zum aktuellen Sortiment gehören unterschiedliche Größen und sowohl frei stehende als auch an der Hauswand montierte Lösungen. Ergänzend sind passende Seiten-, Sicht- und Sonnenschutzelemente erhältlich. Dadurch sollte die Pergola von Anfang an als komplettes Terrassensystem geplant werden und nicht nur nach den Außenmaßen des Daches.
Messen Sie deshalb Terrasse, Möbel, Laufwege und Abstand zum Haus gemeinsam aus. Erst danach lohnt sich der Vergleich von Größe, Lamellendach, Befestigung und möglicher späterer Erweiterung.
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Pergolen vergleichen: Größe, Lamellendach und Standort richtig planen
Eine Pergola wird meist deutlich länger genutzt als einzelne Gartenmöbel. Kleine Planungsfehler fallen deshalb dauerhaft auf: Ein Pfosten steht neben dem gewünschten Stuhl, ein Schiebetür- oder Seitenelement kollidiert mit einem Pflanzkübel oder der Gartentisch lässt sich unter dem Dach nicht sinnvoll ausrichten.
Die wichtigste Kaufentscheidung lautet daher nicht nur „Welche Größe passt?“, sondern welcher Bereich soll unter der Pergola entstehen und wie wird dieser im Alltag genutzt?
Freistehende Pergola oder Wandpergola?
| Bauart | Besonders sinnvoll für | Vor dem Kauf prüfen |
|---|---|---|
| Freistehende Pergola | Eigenständige Sitz-, Lounge- oder Essbereiche auf Terrasse oder im Garten | Position aller Pfosten, Untergrund, Wege rundherum und gewünschte Ausrichtung |
| Wandpergola | Terrassen unmittelbar am Haus und einen fließenden Übergang vom Innen- zum Außenbereich | Fassade, Befestigung, Türen, Fenster, Dachüberstände und verfügbare Höhe |
| Pergola mit zusätzlichen Seitenelementen | Mehr Schatten, Sicht- oder Windschutz an bestimmten Seiten | Sonnenrichtung, Nachbarseite, Beweglichkeit der Elemente und Kompatibilität mit dem System |
| Pergola mit integriertem Stauraumbereich | Terrassen, auf denen zusätzlich geschützter Stauraum innerhalb des Systems gewünscht wird | Zusätzliche Grundfläche und verbleibenden Platz für Möbel und Laufwege |
Eine Wandpergola kann besonders sinnvoll sein, wenn der Außenbereich unmittelbar an Wohn- oder Esszimmer anschließt. Eine freistehende Variante bietet dagegen mehr Freiheit, wenn ein separater Gartenplatz beschattet werden soll.
Welche Pergola-Größe passt zu Gartentisch oder Lounge?
Die Pergola sollte nicht nur über die Möbel passen. Rund um Tisch, Stühle oder Lounge wird zusätzliche Bewegungsfläche benötigt. Außerdem stehen die tragenden Pfosten an festen Positionen und können dadurch die spätere Möblierung einschränken.
- Essbereich: Gartentisch inklusive zurückgeschobener Stühle planen. Die Pfosten sollten wichtige Sitzplätze und Laufwege nicht blockieren.
- Lounge: komplette Außenmaße der Lounge inklusive Beistelltisch oder Loungetisch berücksichtigen.
- Große Terrasse: überlegen, ob wirklich die gesamte Fläche überdacht werden soll oder ein klar definierter Sitzbereich besser wirkt.
- Kleine Terrasse: prüfen, ob die Pergola nach der Montage noch genügend offene Fläche für Grill, Pflanzen, Gartenbox oder Durchgang lässt.
Hilfreich ist eine Markierung der geplanten Außenkanten und Pfostenpositionen direkt auf der Terrasse. Dadurch lässt sich bereits vor dem Kauf erkennen, ob Türen vollständig geöffnet werden können und ob die Möbel bequem zugänglich bleiben.
Lamellendach: Sonne und Öffnungsrichtung mitplanen
Die aktuellen Pergola-Systeme von Kees Smit arbeiten mit verstellbaren Lamellen, über die sich der Lichteinfall verändern lässt. Damit wird die Dachfunktion zu einem wichtigen Teil der Sitzplatzplanung.
Vor allem die tatsächliche Sonnenrichtung sollte berücksichtigt werden. Eine Terrasse mit hoch stehender Mittagssonne benötigt eine andere Beschattungsstrategie als ein Platz, der am späten Nachmittag von tief stehender Westsonne getroffen wird.
- Mittagssonne: Schatten von oben ist besonders wichtig.
- Tief stehende Abendsonne: ein Dach allein kann seitliche Einstrahlung nicht vollständig abschirmen.
- Variable Nutzung: verstellbare Lamellen ermöglichen je nach Ausführung einen Wechsel zwischen stärkerer Beschattung und mehr Lichteinfall.
- Sitzplatz am Haus: auch berücksichtigen, wie stark die Pergola angrenzende Wohnräume verschattet.
Bei einer Terrasse mit intensiver Nachmittagssonne hilft ergänzend der Ratgeber Terrasse bei Westsonne richtig planen. Dort wird insbesondere erklärt, warum seitlicher Sonnenschutz bei tief stehender Sonne wichtig werden kann.
Seitenwände, Sonnenschutz und Sichtschutz von Anfang an berücksichtigen
Im aktuellen Sortiment lässt sich eine Pergola mit verschiedenen ergänzenden Elementen kombinieren. Dazu gehören unter anderem textile beziehungsweise verschiebbare Sonnenschutzlösungen und feste Wandelemente.
Solches Zubehör sollte möglichst schon bei der Grundplanung berücksichtigt werden. Wer erst nach der Montage feststellt, dass genau auf der gewünschten Seite ein Pflanzkübel, Geländer oder anderer Aufbau im Weg steht, schränkt die Erweiterungsmöglichkeiten unnötig ein.
- Sichtschutz: sinnvoll zur Nachbarseite oder zu einem öffentlich einsehbaren Bereich.
- Seitlicher Sonnenschutz: interessant bei tief stehender Morgen- oder Abendsonne.
- Windschutz: kann den Komfort erhöhen, verändert aber die Windbelastung des gesamten Systems und muss ausdrücklich zur Pergola passen.
- Feste Wandelemente: schaffen eine stärker abgegrenzte Terrassenzone und benötigen eine exakt passende Position.
Kaufen Sie solche Elemente nicht allein nach Breite oder Optik. Entscheidend ist, dass sie ausdrücklich für das jeweilige Pergola-System und die gewählte Seite beziehungsweise Dimension vorgesehen sind.
Befestigung, Untergrund und Genehmigung vor der Bestellung klären
Eine große Pergola ist keine mobile Gartenmöbel-Lösung. Untergrund, Befestigung und die vorgesehene Montage müssen zur konkreten Konstruktion passen. Bei Wandmodellen kommt zusätzlich die Befestigung an der Fassade hinzu.
Auch die baurechtliche Situation sollte vor dem Kauf geklärt werden. Ob eine Pergola genehmigungsfrei errichtet werden kann, lässt sich für Deutschland nicht pauschal beantworten. Größe, Bauart, Dach, Fundament, Grenzabstände und lokale Vorgaben können eine Rolle spielen. Der Ratgeber Brauche ich für eine Pergola eine Baugenehmigung? behandelt diese Frage deshalb separat und ausführlich.
Für die Kaufplanung heißt das: Nicht zuerst bestellen und anschließend nach einem passenden Standort suchen. Standort, zulässige Bauweise und Untergrund sollten bereits feststehen.
Pergola bei Regen, Wind und Schnee richtig einschätzen
Eine Pergola mit Lamellendach bietet Schutz vor Sonne und kann je nach Stellung und Konstruktion auch bei Regen hilfreich sein. Sie sollte jedoch nicht automatisch mit einem vollständig wasserdichten Wintergarten oder festen Gebäudedach gleichgesetzt werden. Kees Smit weist für das aktuelle Sortiment ausdrücklich darauf hin, dass keine hundertprozentige Wasserdichtigkeit für alle Wetterbedingungen garantiert wird.
Auch Wind- und Schneebelastung gehören zur Kaufentscheidung. Verwenden Sie dafür ausschließlich die technischen Angaben und Nutzungshinweise des konkreten Pergola-Systems. Besonders bei Sturm oder Schnee sollten Lamellen und Zubehör genau entsprechend den Herstellervorgaben behandelt werden.
Praktisch ist außerdem ein Standort, an dem sich Lamellen, Profile und Seitenelemente zur regelmäßigen Reinigung gut erreichen lassen. Bei Aluminiumkonstruktionen empfiehlt Kees Smit eine schonende Reinigung und die regelmäßige Kontrolle beweglicher beziehungsweise ergänzender Elemente.
FAQ zu Pergolen
Was ist besser: freistehende Pergola oder Wandpergola?
Eine Wandpergola eignet sich besonders für eine Terrasse unmittelbar am Haus und benötigt eine geeignete Fassadenbefestigung. Eine freistehende Pergola lässt sich unabhängiger vom Gebäude positionieren und kann beispielsweise einen separaten Sitzplatz im Garten bilden.
Wie groß sollte eine Pergola für einen Gartentisch sein?
Entscheidend ist nicht nur die Tischgröße. Planen Sie auch zurückgeschobene Stühle, Laufwege und die festen Pfosten der Pergola ein. Die komplette Nutzungsfläche sollte deshalb vor dem Kauf auf dem Boden markiert werden.
Kann unter einer Pergola eine Lounge stehen?
Ja. Eine Pergola eignet sich gut als klar abgegrenzter Lounge-Bereich. Wichtig sind ausreichende Innenfläche, sinnvolle Pfostenpositionen und genügend Bewegungsraum rund um Sofa, Sessel und Loungetisch.
Wann lohnt sich eine Wandpergola?
Eine Wandpergola ist besonders interessant, wenn der Sitzplatz direkt an der Fassade liegt und die Überdachung unmittelbar an den Wohnbereich anschließen soll. Fenster, Türen, Dachüberstände und die Eignung der Fassade müssen vor der Montage berücksichtigt werden.
Sind Seitenwände bei einer Pergola sinnvoll?
Das hängt vom Standort ab. Seitenelemente können besonders bei tief stehender Sonne, Wind oder unerwünschten Blicken sinnvoll sein. Sie sollten jedoch ausdrücklich zum verwendeten Pergola-System passen und bereits bei der Platzplanung berücksichtigt werden.
Kann eine Pergola nachträglich erweitert werden?
Bei modular aufgebauten Systemen können passende Seiten-, Sonnen- oder Wandelemente nachgerüstet werden. Ob ein bestimmtes Zubehör später passt, muss jedoch anhand des konkreten Pergola-Systems und der gewählten Abmessungen geprüft werden.
Ist eine Pergola bei Regen komplett wasserdicht?
Das sollte nicht pauschal angenommen werden. Lamellendächer können je nach Konstruktion Regen abhalten, eine vollständige Wasserdichtigkeit unter allen Wetterbedingungen ist damit jedoch nicht automatisch verbunden. Maßgeblich sind die Angaben des jeweiligen Herstellers.
Was sollte ich vor dem Kauf einer Pergola unbedingt ausmessen?
Messen Sie verfügbare Breite und Tiefe, die geplante Möbelzone, Laufwege sowie Abstände zu Türen, Fenstern, Fassade und Grundstücksgrenze. Bei einer Wandpergola kommen Befestigungshöhe und geeignete Montagefläche hinzu.