Die sicherste Vorbereitung beginnt deshalb nicht mit improvisierten Seilen, sondern mit Aufräumen: Bewegliche und leichte Teile sollten rechtzeitig entsprechend ihrer Herstellerhinweise an einen geschützten Ort gebracht werden. Sonnenschirme werden geschlossen und gesichert, lose Polster eingelagert und Abdeckungen nur verwendet, wenn sie für das Möbel passen und entsprechend befestigt werden können.
Schwere Gartenmöbel dürfen gleichzeitig nicht automatisch als sturmsicher gelten. Ein großer Tisch, ein Loungesofa oder eine schwere Bank kann zwar weniger leicht verweht werden, besitzt aber weiterhin Flächen, auf die Böen wirken. Zusätzlich können Glasplatten, verstellbare Elemente, Rollen oder lose Tischplatten besondere Schwachstellen sein.
Kurz zusammengefasst: Bei angekündigtem starken Wind zuerst Sonnenschirme, lose Textilien und leichte Möbel sichern beziehungsweise geschützt einlagern. Danach größere Möbel, Abdeckungen, Rollen, bewegliche Teile und die Umgebung kontrollieren. Herstellerangaben haben immer Vorrang vor pauschalen Tipps zur Befestigung.
Wer Gartenmöbel gerade erst auswählt und Wind bereits beim Kauf berücksichtigen möchte, findet im Ratgeber Wetterfeste Gartenmöbel kaufen die grundlegenden Unterschiede zwischen Materialien, Gewicht, Pflege und verschiedenen Standorten.
Terrasse vor Wind und Sturm systematisch vorbereiten
Mit den leichtesten und größten Windfängern beginnen
Welche Gegenstände zuerst gesichert werden sollten, lässt sich aus zwei einfachen Faktoren ableiten: Wie leicht lässt sich das Objekt bewegen und wie groß ist seine Fläche, auf die der Wind treffen kann?
Besondere Aufmerksamkeit verdienen deshalb:
- geöffnete Sonnenschirme,
- lose Sonnenschirmhüllen,
- leichte Stapel- und Klappstühle,
- Beistelltische,
- Gartenhocker,
- lose Sitz- und Rückenkissen,
- Tischdecken und Outdoor-Textilien,
- nicht befestigte Möbelabdeckungen,
- leichte Pflanzgefäße,
- Dekoration und Laternen,
- kleine mobile Gartengeräte.
Je früher solche Gegenstände geschützt verstaut werden, desto weniger muss unmittelbar vor dem Unwetter improvisiert werden.
Für einen fairen Vergleich sollten mindestens folgende Angaben gegenübergestellt werden:
| Gegenstand | Typisches Windproblem | Sinnvolle Vorbereitung |
|---|---|---|
| Sonnenschirm | Sehr große Windangriffsfläche | Rechtzeitig schließen und nach Herstelleranleitung sichern beziehungsweise geschützt lagern |
| Leichter Gartenstuhl | Kann kippen, rutschen oder verschoben werden | Geschützt einlagern oder entsprechend Herstellerangaben sicher unterbringen |
| Klappstuhl | Kann sich bewegen und besitzt Gelenke | Zusammenklappen und trocken beziehungsweise geschützt lagern |
| Beistelltisch | Große Platte bei relativ geringem Eigengewicht | Wenn möglich geschützt einlagern |
| Loungekissen | Extrem leicht und großflächig | Vollständig trocken in Kissenbox, Garage oder Innenraum lagern |
| Möbelabdeckung | Kann bei ungeeigneter Befestigung selbst zur großen Windfläche werden | Nur passend und nach Herstellerangaben verwenden; lose Planen vermeiden |
| Lounge-Modul | Einzelne leichte Module können sich gegeneinander verschieben | Vorgesehene Modulverbinder kontrollieren und Herstellerhinweise beachten |
| Großer Gartentisch | Tischplatte bildet eine große Angriffsfläche | Lose Teile, Rollen und gegebenenfalls klappbare beziehungsweise verstellbare Bereiche kontrollieren |
Offizielle Wetterwarnungen frühzeitig beobachten
Die Vorbereitung sollte nicht erst beginnen, wenn auf der Terrasse bereits starke Böen auftreten. Offizielle Wetterwarnungen geben die Möglichkeit, Möbel und Sonnenschutz rechtzeitig bei noch sicheren Bedingungen aufzuräumen.
Der Deutsche Wetterdienst unterscheidet verschiedene Windwarnstufen. Sturmböen werden dort beispielsweise mit 65 bis 89 km/h beziehungsweise Beaufort 8 bis 9 eingeordnet. Das ist jedoch keine Belastbarkeitsgrenze für Gartenmöbel.
Ein leichter Stuhl, Sonnenschirm oder eine Abdeckplane kann schon bei geringeren Windgeschwindigkeiten problematisch werden. Hersteller können zudem für konkrete Produkte deutlich niedrigere Grenzen vorgeben.
Deshalb gilt:
- Wetterwarnungen als frühzeitigen Anlass zur Kontrolle nutzen,
- nicht auf das Erreichen einer bestimmten Sturmwarnstufe warten,
- produktspezifische Herstellerangaben beachten,
- Aufräumarbeiten durchführen, bevor der Wind gefährlich stark wird.
Während des Sturms nicht wegen eines Kissens nach draußen gehen
Wurde ein leichter Gegenstand vergessen und ist der Sturm bereits da, sollte die eigene Sicherheit Vorrang haben. Ein Gartenkissen, eine Abdeckung oder ein umgekippter Stuhl ist keinen riskanten Aufenthalt auf einer exponierten Terrasse wert.
Deshalb lohnt eine feste Vor-Sturm-Routine, die bereits bei der entsprechenden Vorhersage durchgeführt wird.
Stühle, Tische und Lounge-Möbel richtig vorbereiten
Leichte Gartenstühle möglichst geschützt lagern
Aluminium- und Kunststoffstühle sind im Alltag praktisch, weil sie leicht bewegt werden können. Genau dieser Vorteil kann bei kräftigen Böen zum Nachteil werden.
Stapelbare Stühle lassen sich platzsparend lagern. Ob und wie viele Modelle sicher übereinandergestapelt werden dürfen, ergibt sich aus dem jeweiligen Produkt beziehungsweise der Herstellerinformation.
Ein hoher freistehender Stuhlstapel ist nicht automatisch sturmsicher. Für angekündigtes Unwetter ist ein geschützter Innenraum, eine Garage oder ein anderer geeigneter Lagerort in der Regel die robustere Lösung als ein ungeschützter Stapel auf der Terrasse.
Welche konstruktiven Unterschiede zwischen Stapel-, Klapp- und Hochlehnerstühlen bestehen, zeigt der Ratgeber Gartenstuhl kaufen: Sitzhöhe, Armlehnen und Stapelbarkeit richtig wählen.
Stühle nicht wahllos an Geländer oder Leitungen anbinden
Eine improvisierte Befestigung ist nicht automatisch sicherer. Balkon- und Terrassengeländer, Regenrohre, Gasleitungen, Heizgeräte, Pflanzen oder andere Bauteile sind nicht ohne Weiteres als Befestigungspunkte vorgesehen.
Auch dünne Möbelteile können durch Seile oder Gurte beschädigt werden.
Soll ein Möbel ausdrücklich befestigt werden, sollte deshalb eine vom Hersteller vorgesehene beziehungsweise fachgerecht geplante Lösung verwendet werden. Fehlt eine solche Möglichkeit, ist geschütztes Einlagern leichter Möbel meist die bessere Strategie.
Gartentische: Platte, Rollen und Klappmechanik kontrollieren
Ein großer Tisch wirkt durch sein Gewicht häufig besonders sicher. Die Tischplatte stellt jedoch eine große Fläche dar, auf die Wind wirken kann.
Vor einem Sturm sollten deshalb je nach Konstruktion kontrolliert werden:
- steht der Tisch auf allen Füßen stabil,
- sind vorhandene Rollen festgestellt,
- sind Klappteile vollständig eingerastet,
- sind Ausziehplatten korrekt verstaut beziehungsweise verriegelt,
- gibt es lose Tischplatten oder Einlegeelemente,
- liegen Dekoration, Tischdecken oder leichte Gegenstände auf der Platte.
Eine Glas-, Keramik- oder andere schwere Platte darf nur entsprechend der Konstruktion des konkreten Tisches bewegt beziehungsweise demontiert werden. Die bloße Annahme, man könne eine Platte vor dem Sturm einfach abnehmen, kann bei dafür nicht vorgesehenen Möbeln selbst zu Schäden führen.
Klappbare Möbel konsequent in die vorgesehene Lagerposition bringen
Ist ein Gartentisch ausdrücklich klappbar konstruiert und sieht der Hersteller die kompakte Lagerung vor, kann diese Funktion vor längerer Nichtbenutzung sinnvoll sein.
Wichtig ist, dass die Mechanik vollständig in der vorgesehenen Position einrastet. Ein halb zusammengeklappter Tisch kann instabiler sein als ein korrekt aufgestelltes oder vollständig eingelagertes Möbel.
Lounge-Sets: einzelne Module miteinander kontrollieren
Modulare Loungegruppen bestehen häufig aus mehreren eigenständigen Sitz-, Eck- und Mittelelementen. Bei manchen Systemen verhindern spezielle Verbinder, dass die Module im Alltag auseinanderwandern.
Vor stärkerem Wind sollte geprüft werden:
- sind sämtliche vorgesehenen Modulverbinder montiert,
- liegen lose Sitz- oder Rückenpolster auf den Möbeln,
- stehen Hocker und kleine Beistelltische ungeschützt daneben,
- sind verstellbare Rückenlehnen in einer sicheren Ruheposition,
- gibt es lose Dekokissen oder Plaids.
Ein Verbinder zwischen Lounge-Modulen ist allerdings nicht automatisch eine Sturmsicherung. Er erfüllt primär die vom Hersteller vorgesehene konstruktive Aufgabe.
Wie modulare Systeme, Eckrichtung, Polster und einzelne Elemente zusammenhängen, erklärt der Ratgeber Lounge-Set kaufen: Stellfläche, Sitzhöhe und Eckrichtung richtig planen.
| Lounge-Bestandteil | Vor Wind beziehungsweise Sturm prüfen |
|---|---|
| Sitzmodule | Stabiler Stand und vorgesehene Modulverbindungen |
| Hocker | Wegen geringer Größe und häufig niedrigeren Gewichts besonders beachten |
| Beistelltisch | Wenn leicht und mobil, möglichst geschützt lagern |
| Sitzpolster | Trocken einlagern |
| Rückenpolster | Große Windangriffsfläche; nicht lose auf der Lounge lassen |
| Dekokissen | Vollständig vom Außenbereich entfernen |
| Schutzhülle | Nur entsprechend ihrer vorgesehenen Befestigung einsetzen |
Sonnenschirm und Abdeckungen sind besonders windkritisch
Sonnenschirm lieber zu früh als zu spät schließen
Ein geöffneter Sonnenschirm besitzt eine besonders große Windangriffsfläche. Deshalb sollte er nicht als dauerhaft geöffnete Konstruktion betrachtet werden.
Wie früh geschlossen werden muss, hängt vom konkreten Produkt ab. Hartman nennt für die eigenen Sonnenschirme beispielsweise bereits Windstärke 4 beziehungsweise ungefähr 20 bis 28 km/h als Zeitpunkt, an dem der Schirm vorsorglich geschlossen werden sollte. Der Hersteller begründet dies damit, dass ein offener Schirm bei Wind wie ein Segel wirkt.
Dieser Wert darf nicht als allgemeine Freigabe für sämtliche anderen Sonnenschirme verstanden werden. Wenn der Hersteller eines konkreten Modells einen anderen niedrigeren Grenzwert oder weitergehende Vorgaben nennt, gelten diese.
Vor angekündigtem stärkeren Wind:
- Sonnenschirm rechtzeitig schließen.
- Stoff entsprechend der Herstelleranleitung ordentlich zusammenlegen beziehungsweise sichern.
- Mechanik nicht unter Windlast bedienen.
- Vorgesehene Schutzhülle verwenden, wenn dies für die Situation empfohlen wird.
- Bei mobilen Modellen eine vom Hersteller vorgesehene geschützte Lagerung nutzen, wenn erforderlich.
Welcher Schirmtyp, welche Größe und welcher Standfuß grundsätzlich zum Sitzplatz passen, behandelt der Ratgeber Sonnenschirm für Terrasse und Garten richtig auswählen.
Sockelgewicht allein garantiert keine Sturmsicherheit
Ein häufiger Denkfehler lautet: Je schwerer der Sonnenschirmständer, desto länger kann der Schirm offen bleiben. So einfach ist es nicht.
Die passende Befestigung hängt unter anderem ab von:
- Schirmmodell,
- Schirmgröße,
- Mastdurchmesser,
- Gewicht und Konstruktion,
- Untergrund,
- Standort,
- Art der Befestigung.
Glatz weist beispielsweise ausdrücklich darauf hin, dass die geeignete Befestigung von Größe, Gewicht und Standort des jeweiligen Schirms abhängt. Nicht jeder Schirm eignet sich für dieselbe Balkonhalterung, denselben Sockel oder dieselbe Bodenbefestigung.
Deshalb sollte ein beliebig schwerer Stein, eine selbst gebaute Klemme oder eine improvisierte Verbindung zum Balkongeländer nicht die produktspezifische Befestigung ersetzen.
| Befestigungsart | Wichtig bei Wind |
|---|---|
| Mobiler Sockel | Passende Modell- und Gewichtsempfehlung des Schirmherstellers beachten |
| Sockel mit Rollen | Rollen beziehungsweise Feststellung bestimmungsgemäß nutzen und Standort prüfen |
| Bodenverankerung | Muss für Modell, Untergrund und Befestigungssystem geeignet sein |
| Balkonbefestigung | Nur für ausdrücklich kompatible Schirm- und Befestigungssysteme verwenden |
| Rasendorn | Nicht automatisch für starken Wind geeignet; produktspezifische Grenzen beachten |
Ampelschirme besonders aufmerksam behandeln
Bei einem Ampelschirm befindet sich der Mast außerhalb der beschatteten Fläche. Das ist praktisch für Lounge und Essplatz, erzeugt aber eine asymmetrische Konstruktion mit großer Schirmfläche seitlich des Masts.
Glatz weist für Balkone darauf hin, dass Ampelschirme im Vergleich zu Mittelmastschirmen eine größere Windangriffsfläche bieten können und deshalb eine fachgerechte Befestigung besonders wichtig ist.
Auch ein hochwertiger Ampelschirm sollte deshalb bei angekündigtem starken Wind nicht einfach offen stehen bleiben, nur weil ein schwerer Sockel montiert ist.
Möbelabdeckungen können selbst zum Windfänger werden
Eine Schutzhülle schützt Gartenmöbel vor Schmutz und Witterung. Bei Wind kann eine schlecht passende oder unzureichend befestigte Hülle jedoch eine große bewegliche Fläche bilden.
Vor der Verwendung sollten deshalb geprüft werden:
- passt die Hülle tatsächlich zur Möbelgröße,
- besitzt sie die vom Hersteller vorgesehenen Befestigungen,
- kann Wind stark unter die Hülle greifen,
- liegen lose Gurtenden oder Schnüre frei,
- kann sich Regenwasser auf der Abdeckung sammeln.
Eine große lose Baumarktplane, die nur irgendwie über eine komplette Sitzgruppe gelegt wird, ist keine automatisch sichere Sturmlösung.
Bei einer Sturmprognose kann es je nach Möbel und Hüllensystem sicherer sein, Textilien separat einzulagern und die Abdeckung nur genau so zu verwenden, wie es deren Hersteller vorsieht.
Nach dem Sturm Möbel kontrollieren und Schäden erkennen
Nicht sofort hinsetzen, wenn Möbel verschoben oder umgekippt sind
Nach einem stärkeren Sturm sollte die Terrasse zunächst kontrolliert werden. Ein Gartenstuhl kann äußerlich fast unbeschädigt aussehen und trotzdem eine verbogene Verbindung oder einen beschädigten Fuß besitzen.
Zu kontrollieren sind beispielsweise:
- Schrauben und Verbindungspunkte,
- Schweißstellen,
- Stuhl- und Tischbeine,
- Rollen und Möbelgleiter,
- Klapp- und Verstellmechanismen,
- Glas- und Keramikflächen,
- Sonnenschirmstreben,
- Mast und Schirmmechanik,
- Lounge-Verbinder,
- Risse beziehungsweise Beschädigungen an Kunststoff- und Geflechtteilen.
Ein erkennbar beschädigtes Möbel sollte nicht weiter belastet werden, bis geklärt ist, ob es repariert beziehungsweise das betroffene Bauteil ersetzt werden kann.
Sonnenschirmstreben nach ungewöhnlicher Windbelastung prüfen
Ein Sonnenschirm, der durch Wind belastet wurde, verdient besondere Aufmerksamkeit. Verbogene oder gebrochene Streben, beschädigte Gelenke und eine schwergängige Mechanik sollten nicht ignoriert werden.
Für reparierbare Markenschirme können Ersatzteile eine nachhaltigere Lösung als der Austausch des kompletten Schirms sein. Ob eine Reparatur selbst durchgeführt werden darf beziehungsweise fachgerecht erfolgen muss, hängt vom konkreten Modell und Bauteil ab.
Polster vollständig trocknen lassen
Wurden Polster trotz Vorbereitung nass, sollten sie vor der Lagerung vollständig entsprechend ihren Pflegehinweisen trocknen.
Eine Gartenbox ist praktisch für trockene Auflagen, ersetzt aber keinen Trocknungsprozess. Feuchte Polster dicht in einer geschlossenen Box zu stapeln kann Feuchtigkeit im Material einschließen.
Für größere Polstersätze ist deshalb sinnvoll, schon beim Möbelkauf die trockene Lagerung mitzuplanen.
Checkliste: Terrasse vor angekündigtem Sturm sichern
Die folgende Reihenfolge hilft, die wichtigsten Punkte systematisch abzuarbeiten.
- Aktuelle Wetterwarnungen kontrollieren.
- Leichte Dekoration, Laternen und lose Gegenstände vom Außenbereich entfernen.
- Dekokissen und Plaids einlagern.
- Sitz- und Rückenpolster trocken und geschützt verstauen.
- Leichte Beistelltische und Hocker einlagern.
- Leichte Gartenstühle geschützt unterbringen.
- Klappmöbel entsprechend ihrer Konstruktion in die vorgesehene Lagerposition bringen.
- Gartentische auf stabilen Stand kontrollieren.
- Rollen und vorgesehene Feststeller prüfen.
- Lose Tisch- und Einlegeplatten nur nach Herstelleranleitung behandeln.
- Lounge-Module und vorhandene Modulverbinder kontrollieren.
- Verstellbare Möbel in die vom Hersteller empfohlene Ruheposition bringen.
- Sonnenschirme rechtzeitig vollständig schließen.
- Schirmstoff entsprechend Herstelleranleitung zusammenlegen beziehungsweise sichern.
- Befestigung und Sockel des Sonnenschirms kontrollieren.
- Lose beziehungsweise ungeeignete Abdeckplanen entfernen.
- Passende Möbelhüllen nur mit deren vorgesehener Befestigung verwenden.
- Pflanzgefäße und leichte Gartenaccessoires kontrollieren.
- Gartengeräte, Gießkannen und leere Behälter einlagern.
- Keine improvisierten Befestigungen an ungeeigneten Geländern, Leitungen oder Bauteilen herstellen.
- Aufräumarbeiten beenden, bevor der Wind gefährlich stark wird.
- Während des Sturms nicht wegen eines losen Gegenstands unnötig nach draußen gehen.
- Nach dem Sturm sämtliche verschobenen oder umgekippten Möbel auf Schäden kontrollieren.
Wer eine neue Sitzgruppe plant, kann außerdem in der aktuell umfangreichen Kategorie Gartenmöbel-Sets Bauarten, Gewichte, Stapel- und Verstellfunktionen miteinander vergleichen. Gerade an einem exponierten Standort sollten solche praktischen Eigenschaften bereits vor dem Kauf berücksichtigt werden.
Windfeste Gartenmöbel sind damit weniger eine einzelne Materialkategorie als das Ergebnis aus Standort, Gewicht, Konstruktion, beweglichen Teilen und richtigem Umgang mit Wetterwarnungen. Ein leichter Aluminiumstuhl kann an einem geschützten Standort ideal sein und muss vor Sturm einfach eingelagert werden. Ein schwerer Tisch kann dauerhaft draußen stehen und trotzdem kontrollierbare Schwachstellen besitzen.
Am wichtigsten ist eine einfache Routine: Wetter beobachten, leichte Gegenstände zuerst wegräumen, Sonnenschirme früh schließen und keine improvisierten Sturmsicherungen einsetzen, deren Belastbarkeit unbekannt ist. So lässt sich die Terrasse nach dem Unwetter deutlich schneller und sicherer wieder nutzen.
Häufige Fragen zu Gartenmöbeln bei Wind und Sturm
Welche Gartenmöbel sind besonders windfest?
Das lässt sich nicht allein anhand des Materials beantworten. Gewicht, Form, Größe, Standfläche, Konstruktion und Standort beeinflussen, wie empfindlich ein Möbel auf Wind reagiert. Herstellerangaben des konkreten Produkts sind wichtiger als eine pauschale Materialregel.
Können Aluminium-Gartenmöbel bei Sturm draußen bleiben?
Aluminium ist als Werkstoff korrosionsbeständig und ermöglicht leichte Konstruktionen. Genau das geringe Gewicht kann bei starkem Wind jedoch relevant werden. Ob ein konkretes Möbel draußen bleiben kann, hängt von Konstruktion, Standort und Herstellerangaben ab. Leichte bewegliche Stücke sollten rechtzeitig geschützt eingelagert werden.
Sollte man Gartenstühle bei Sturm stapeln?
Stapelbarkeit erleichtert die Lagerung, macht einen frei stehenden Stapel aber nicht automatisch sturmsicher. Bei angekündigtem starkem Wind ist ein geschützter Lagerort für leichte Stühle meist die bessere Lösung. Die zulässige Stapelung des konkreten Modells ist ebenfalls zu beachten.
Ab welcher Windstärke sollte ein Sonnenschirm geschlossen werden?
Maßgeblich ist die Herstellerangabe des jeweiligen Schirms. Hartman empfiehlt beispielsweise für die eigenen Sonnenschirme bereits ab Windstärke 4 beziehungsweise ungefähr 20 bis 28 km/h vorsorgliches Schließen. Dieser Wert ist keine allgemeine Freigabe oder Belastungsgrenze für andere Modelle.
Reicht ein schwerer Sonnenschirmständer bei Sturm?
Nein, das Sockelgewicht ist nur ein Faktor. Schirmgröße, Konstruktion, Mast, Befestigungsart, Untergrund und Herstellerfreigaben spielen ebenfalls eine Rolle. Ein schwerer Sockel bedeutet nicht, dass ein Schirm bei starkem Wind geöffnet bleiben darf.
Muss ein Ampelschirm früher geschlossen werden?
Die konkrete Grenze ergibt sich aus dem jeweiligen Modell. Ampelschirme besitzen aufgrund ihrer seitlichen Konstruktion eine andere Windbelastung als Mittelmastschirme. Deshalb sind die richtige Befestigung und die Herstellerhinweise besonders wichtig.
Soll man Gartenmöbel mit einer Plane abdecken, wenn Sturm kommt?
Nur eine geeignete und entsprechend ihrer Konstruktion befestigte Abdeckung sollte verwendet werden. Eine große lose Plane kann selbst viel Wind aufnehmen. Die Angaben des Herstellers von Möbel und Abdeckung sollten beachtet werden.
Kann ich Gartenmöbel am Balkongeländer festbinden?
Eine improvisierte Befestigung am Geländer sollte nicht ohne entsprechende Eignung vorgenommen werden. Weder Geländer noch Möbel sind automatisch für solche Zugkräfte ausgelegt. Leichte Möbel sollten besser rechtzeitig geschützt eingelagert oder mit einer ausdrücklich vorgesehenen Lösung gesichert werden.
Was sollte bei einer Lounge vor Sturm weggeräumt werden?
Besonders lose Sitz- und Rückenpolster, Dekokissen, leichte Hocker und Beistelltische verdienen Aufmerksamkeit. Bei modularen Möbeln sollten außerdem die vorgesehenen Verbinder und der stabile Stand der einzelnen Elemente kontrolliert werden.
Können Gartenmöbel-Abdeckungen bei Wind gefährlich werden?
Eine zu große oder lose Abdeckung kann Wind aufnehmen, flattern und erhebliche Kräfte auf Möbel beziehungsweise Befestigungen übertragen. Deshalb nur passende Abdeckungen mit den vorgesehenen Befestigungsmöglichkeiten verwenden.
Was muss ich nach einem Sturm an Gartenmöbeln kontrollieren?
Besonders Schrauben, Beine, Gelenke, Rollen, Glas- oder Keramikflächen, Schweißstellen, Verstellmechanismen und Sonnenschirmstreben sollten auf Schäden untersucht werden. Beschädigte Möbel sollten bis zur Klärung nicht weiter belastet werden.
Wann sollte ich die Terrasse vor einem Sturm aufräumen?
Möglichst während noch sichere Wetterbedingungen herrschen. Offizielle Warnungen und Wettervorhersagen sollten als Anlass dienen, frühzeitig zu handeln. Sobald bereits starke Böen auftreten, sollte die eigene Sicherheit Vorrang vor dem Retten einzelner Gegenstände haben.