Inhaltlich neu geprüft und umfassend erweitert: Gartenstühle mit geflochtener Sitz- oder Rückenfläche wirken leicht, wohnlich und passen zu vielen modernen Terrassen. Beim Kauf reicht es jedoch nicht, nur nach „Kunststoffgeflecht“ oder „wetterfest“ zu suchen. Unter ähnlicher Optik verbergen sich Polyrattan, Rope-Konstruktionen, textile Bespannungen und unterschiedliche Kunststofffasern. Dazu kommen Gestelle aus Aluminium, Stahl oder Holz, unterschiedliche Sitzmaße und teilweise Stapel-, Klapp- oder Verstellfunktionen.
Die Qualität eines Gartenstuhls lässt sich deshalb nicht anhand eines einzigen Materials beurteilen. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Geflecht, tragendem Gestell, Verbindungen, Sitzkomfort, UV- und Witterungsbeständigkeit, Belastbarkeit und Pflege.
Die wichtigste Empfehlung vor dem Kauf: Prüfen Sie zuerst, wie und wo der Stuhl eingesetzt wird. Ein leichter stapelbarer Gartenstuhl für einen kleinen Balkon benötigt andere Eigenschaften als ein breiter Gartensessel, der dauerhaft auf einer offenen Südterrasse steht oder regelmäßig an einem Esstisch genutzt wird.
| Prüfpunkt | Warum wichtig? |
|---|---|
| Geflechtart | Polyrattan, Rope und textile Bespannungen unterscheiden sich bei Haptik, Pflege und Alterungsverhalten. |
| Gestell | Aluminium, Stahl und Holz beeinflussen Gewicht, Korrosionsrisiko und Pflege. |
| Sitzmaße | Sitzbreite, Sitztiefe und Sitzhöhe entscheiden stärker über Komfort als die Optik. |
| Armlehnen | Müssen zum Nutzer und gegebenenfalls unter beziehungsweise an den Gartentisch passen. |
| Funktion | Stapelbare, klappbare und verstellbare Stühle haben unterschiedliche Vorteile und Sicherheitsaspekte. |
| UV und Wetter | Herstellerangaben zur Außenanwendung sind wichtiger als pauschale Begriffe wie „Kunststoff“. |
| Belastbarkeit | Nur dokumentierte Herstellerangaben verwenden. |
| Lagerung | Stapelbarkeit, Gewicht und verfügbare Winterlagerfläche bereits vor dem Kauf berücksichtigen. |
Welche Arten von Geflecht gibt es bei Gartenstühlen?
„Gartenstuhl mit Geflecht“ ist zunächst nur eine optische Beschreibung. Für die Kaufentscheidung sollte genauer betrachtet werden, woraus Sitz- und Rückenfläche tatsächlich bestehen.
Typisch sind vier Konstruktionsarten:
- synthetisches Flechtmaterial, häufig als Polyrattan bezeichnet,
- Rope beziehungsweise geflochtene Seile oder Bänder,
- straff gespannte textile Outdoor-Gewebe,
- vollständig beziehungsweise überwiegend aus Kunststoff geformte Sitzschalen.
Die aktuelle Auswahl an Gartenstühlen zeigt, dass moderne Modelle häufig verschiedene Materialien kombinieren. Ein Stuhl kann beispielsweise ein Aluminiumgestell besitzen und gleichzeitig eine geflochtene Rückenfläche sowie textile Sitzbespannung verwenden.
Polyrattan: Kunststoffgeflecht in Rattan-Optik
Polyrattan ist ein synthetisches Flechtmaterial, das die Optik klassischer Rattanmöbel für den Außenbereich aufgreift. Die Kunststofffasern werden um ein tragendes Gestell geflochten.
Die Bezeichnung allein sagt jedoch noch wenig über die konkrete Qualität aus. Faserdicke, Elastizität, Verarbeitung, UV-Stabilisierung und Befestigung können sich je nach Produkt unterscheiden.
Beim Kauf sollten deshalb insbesondere folgende Angaben geprüft werden:
- Ist das Geflecht ausdrücklich für den Außenbereich vorgesehen?
- Welche Hinweise gibt der Hersteller zu UV- und Wetterbelastung?
- Aus welchem Material besteht das darunterliegende Gestell?
- Sind einzelne Fasern sauber befestigt und gleichmäßig gespannt?
- Gibt es sichtbare scharfe oder lose Enden?
- Wie soll das Material gereinigt und überwintert werden?
Natürliches Rattan sollte nicht mit synthetischem Polyrattan gleichgesetzt werden. Ein Möbelstück aus echtem Rattan ist nicht allein aufgrund seiner Flechtoptik automatisch für einen ungeschützten Außenbereich geeignet.
Rope: moderne Seil- und Bandgeflechte
Rope-Gartenstühle arbeiten mit geflochtenen oder gespannten Seilen und Bändern. Sie wirken häufig leichter und luftiger als klassische Polyrattanmöbel.
„Rope“ bezeichnet allerdings keine einheitliche Materialzusammensetzung. Je nach Hersteller können unterschiedliche Kunstfasern, textile Konstruktionen und Oberflächen eingesetzt werden.
Vor dem Kauf ist deshalb wichtiger als der Marketingbegriff:
- welches Material tatsächlich verwendet wird,
- ob es für den dauerhaften Außenbereich freigegeben ist,
- wie UV- und Feuchtigkeitsbeständigkeit beschrieben werden,
- wie das Geflecht am Rahmen befestigt ist,
- ob beschädigte Bereiche repariert beziehungsweise ersetzt werden können.
Textile Bespannung statt Geflecht
Viele leichte Gartenstühle besitzen keine klassische Flechtstruktur, sondern ein straff zwischen dem Rahmen gespanntes Kunststoff- beziehungsweise Textilgewebe. Diese Bauweise wird besonders häufig bei Hochlehnern und stapelbaren Essstühlen eingesetzt.
Ein Vorteil kann darin bestehen, dass Sitz- und Rückenfläche ohne zusätzliches dickes Polster verwendet werden können. Gleichzeitig sollte geprüft werden, wie straff das Gewebe gespannt ist, ob sich Nähte oder Befestigungen lösen können und welche Reinigung der Hersteller vorsieht.
Wenn zusätzliche Auflagen gewünscht sind, erklärt der Ratgeber Outdoor-Kissen und Gartenpolster richtig auswählen, welche Maße, Füllungen und Pflegeeigenschaften bei Sitz- und Rückenpolstern relevant sind.
Aluminium, Stahl oder Holz: Das Gestell entscheidet mit
Bei einem geflochtenen Gartenstuhl nimmt das Geflecht visuell viel Raum ein. Tragend ist jedoch meist das darunterliegende beziehungsweise umlaufende Gestell. Dessen Material sollte deshalb genauso genau geprüft werden.
| Gestellmaterial | Typische Vorteile | Worauf achten? |
|---|---|---|
| Aluminium | Geringes Gewicht und gute Eignung für häufiges Umstellen | Beschichtung, Schweißstellen, Schrauben und Verbindungsteile prüfen |
| Stahl | Stabile Konstruktionen möglich | Korrosionsschutz und Beschädigungen der Beschichtung beachten |
| Edelstahl | Hochwertige Optik und gute Korrosionsbeständigkeit | Qualität, Pflege, Gewicht und Kombination mit anderen Metallen prüfen |
| Holz | Natürliche Optik und angenehme Haptik | Holzart, Oberflächenbehandlung und Pflegeaufwand berücksichtigen |
| Kunststoff | Geringes Gewicht und komplexe Formen möglich | Stabilität, UV-Eignung und Zustand regelmäßig kontrollieren |
Warum Aluminium bei Gartenstühlen so verbreitet ist
Aluminium kombiniert geringes Gewicht mit guter Korrosionsbeständigkeit. Gerade bei Stühlen, die häufig bewegt oder gestapelt werden, ist das praktisch.
„Aluminiumgestell“ bedeutet trotzdem nicht, dass sämtliche Bestandteile aus Aluminium bestehen. Schrauben, Beschläge, Gelenke oder Verbindungselemente können aus anderen Materialien gefertigt sein.
Kontrollieren Sie deshalb nicht nur die großen sichtbaren Rahmenteile, sondern auch:
- Schrauben,
- Nietverbindungen,
- Schweißstellen,
- Gelenke,
- Fußkappen,
- Beschichtungen.
Welche Materialien bei Feuchtigkeit und Korrosion besonders interessant sind, erläutert unser Ratgeber Welche Gartenmöbel rosten nicht?.
Beschichteten Stahl nicht mit Aluminium verwechseln
Ein anthrazitfarbenes Metallgestell lässt sich auf Produktfotos nicht zuverlässig als Aluminium oder Stahl identifizieren. Entscheidend ist die Materialangabe des Herstellers.
Bei beschichtetem Stahl sollte die Oberfläche möglichst unbeschädigt bleiben. Kratzer und beschädigte Stellen können den Korrosionsschutz beeinträchtigen.
Wer einen Gartenstuhl dauerhaft ungeschützt stehen lassen möchte, sollte deshalb nicht allein nach der Farbe des Gestells auswählen.
Gartenstuhl richtig messen: Sitzhöhe, Breite und Armlehnen
Ein Gartenstuhl kann hochwertig verarbeitet sein und trotzdem nicht zum Nutzer oder zum vorhandenen Tisch passen. Vor allem beim Online-Kauf sollten deshalb mehrere Maße berücksichtigt werden.
| Maß | Warum relevant? |
|---|---|
| Gesamtbreite | Bestimmt, wie viele Stühle nebeneinander am Tisch Platz finden. |
| Sitzbreite | Beeinflusst Bewegungsfreiheit und Komfort. |
| Sitztiefe | Eine zu tiefe Sitzfläche kann für kleinere Personen unbequem sein. |
| Sitzhöhe | Muss zu Körpergröße und Tischhöhe passen. |
| Armlehnenhöhe | Entscheidet mit darüber, ob der Stuhl unter die Tischkante geschoben werden kann. |
| Gesamthöhe | Relevant bei Hochlehnern und für die Lagerung. |
Armlehnen und Gartentisch gemeinsam prüfen
Ein häufiger Fehler besteht darin, Tisch und Stühle unabhängig voneinander zu bestellen. Besonders breite Armlehnen können dazu führen, dass weniger Stühle an den Tisch passen als erwartet.
Soll der Stuhl bei Nichtgebrauch unter die Tischplatte geschoben werden, müssen Armlehnenhöhe und lichte Höhe unter der Tischkante zusammenpassen.
Bei mehreren Stühlen sollte zusätzlich Platz zum Zurückrücken berücksichtigt werden. Ein rechnerisch passend großer Tisch kann sonst im Alltag zu eng wirken.
Keine universelle „perfekte Sitzhöhe“
Für Gartenstühle gibt es keine einzelne Sitzhöhe, die für jede Person ideal ist. Körpergröße, Beinlänge, Sitzpolster und Höhe des verwendeten Tisches spielen zusammen.
Besonders bei sehr tiefen Lounge-Sesseln ist die Sitzposition deutlich entspannter als bei klassischen Essstühlen. Deshalb sollte zuerst festgelegt werden, ob der Stuhl überwiegend zum Essen oder zum Zurücklehnen genutzt wird.
Stapelbar, klappbar, verstellbar oder fest?
Neben Material und Geflecht beeinflusst die Konstruktion die Alltagstauglichkeit erheblich.
Stapelbare Gartenstühle
Stapelbare Stühle sind praktisch, wenn mehrere Exemplare auf kleiner Fläche gelagert werden müssen. Trotzdem sollten Käufer prüfen, wie hoch und stabil der vorgesehene Stapel tatsächlich sein darf.
Wichtig sind Herstellerangaben und die konkrete Konstruktion. Nicht jeder optisch ähnliche Stuhl ist automatisch stapelbar.
Auch beim Stapeln selbst können Oberflächen beschädigt werden, wenn Gestellteile direkt aneinander reiben. Schutzpunkte oder entsprechende Konstruktionen sind deshalb sinnvoll.
Klappstühle
Klappbare Gartenstühle benötigen besonders wenig Lagerfläche und können auch auf kleinen Balkonen praktisch sein.
Der zusätzliche Mechanismus bringt jedoch bewegliche Teile und mögliche Scher- beziehungsweise Quetschstellen mit sich. Genau solche konstruktiven Sicherheitsaspekte werden auch in der Normenreihe DIN EN 581 für Außenmöbel berücksichtigt.
Beim Auf- und Zusammenklappen sollten Hände und Finger deshalb bewusst von Gelenken ferngehalten werden.
Verstellbare Hochlehner
Verstellbare Rückenlehnen ermöglichen unterschiedliche Sitzpositionen. Sie eignen sich beispielsweise für Nutzer, die am Tisch aufrecht sitzen und den gleichen Stuhl später zum Lesen oder Entspannen verwenden möchten.
Vor dem Kauf sind Mechanik, Anzahl beziehungsweise Art der Positionen, Bedienung und Stabilität relevant. Die Rückenlehne darf sich im Gebrauch nicht unbeabsichtigt verstellen.
Sicherheit bei Gartenstühlen: DIN EN 581-2 beachten
Für Außenmöbel existiert die Normenreihe DIN EN 581. Der für Sitzmöbel relevante Teil DIN EN 581-2 wurde 2026 überarbeitet.
Die Norm behandelt mechanische Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für Außen-Sitzmöbel. Dabei geht es unter anderem um Stabilität, mechanische Sicherheit und Dauerhaltbarkeit.
Für Verbraucher bedeutet das nicht, dass jede Produkteigenschaft allein durch eine Normnummer bewertet werden kann. Sie ist aber ein sinnvoller Hinweis darauf, dass bei Gartenstühlen nicht nur Material und Design, sondern auch Standfestigkeit und Konstruktion entscheidend sind.
Diese Punkte zusätzlich selbst prüfen
- Wackelt der Stuhl auf ebenem Untergrund?
- Sind alle Schrauben und Verbindungen fest?
- Gibt es scharfe Kanten?
- Stehen Schrauben oder Drahtenden hervor?
- Ist das Geflecht gleichmäßig befestigt?
- Gibt es problematische Quetschstellen?
- Funktionieren Klapp- oder Verstellmechanismen kontrolliert?
- Sind maximale Belastung und bestimmungsgemäße Nutzung angegeben?
- Bleiben Fußkappen sicher an ihrem Platz?
Was bedeutet das GS-Zeichen?
Das GS-Zeichen steht für „Geprüfte Sicherheit“. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin beschreibt es als deutsches Sicherheitszeichen für entsprechend geprüfte Produkte.
Ein vorhandenes GS-Zeichen kann deshalb eine zusätzliche Orientierung sein. Es ersetzt aber nicht die Prüfung, ob der konkrete Gartenstuhl hinsichtlich Größe, Belastbarkeit und Nutzung zu den eigenen Anforderungen passt.
Wie wetterfest sind Kunststoffgeflecht und Rope?
„Kunststoff“ ist keine ausreichende Aussage über die tatsächliche Witterungsbeständigkeit. Unterschiedliche Kunststoffe, Additive, Faserkonstruktionen und Oberflächen können sich im Außenbereich unterschiedlich verhalten.
TÜV SÜD weist bei Gartenmöbeln aus Kunststoff darauf hin, dass langfristige Sonneneinstrahlung Alterungserscheinungen wie Ausbleichen oder Versprödung fördern kann. Wie stark das konkrete Produkt betroffen ist, hängt von Material und Ausführung ab.
Deshalb sollten Herstellerangaben zu UV-Beständigkeit und Außenanwendung immer Vorrang vor pauschalen Aussagen haben.
Regen ist nicht die einzige Belastung
Ein Gartenstuhl wird im Außenbereich gleichzeitig durch mehrere Einflüsse beansprucht:
- UV-Strahlung,
- Regen und Feuchtigkeit,
- Temperaturwechsel,
- Pollen und Staub,
- Vogelkot,
- Sonnencreme und Hautfette,
- mechanische Belastung beim Sitzen und Verschieben.
Wie unterschiedliche Gartenmöbelmaterialien damit umgehen, erklären wir ausführlicher im Beitrag Wetterfeste Gartenmöbel: Materialien im Vergleich.
Wer Stühle dauerhaft auf einer offenen Terrasse stehen lassen möchte, sollte außerdem den Ratgeber Welche Gartenmöbel können im Regen stehen? berücksichtigen.
Südterrasse: UV-Belastung gezielt berücksichtigen
Direkte Sonneneinstrahlung kann nicht nur das Material belasten. Dunkle Gestelle und Armlehnen können sich stark erwärmen.
Bei einem vollsonnigen Standort sind daher Sonnenschirm, Markise oder andere Beschattungsmöglichkeiten auch für den Sitzkomfort sinnvoll.
Praktische Hinweise dazu finden Sie im Beitrag Gartenmöbel bei Hitze und Sonne richtig nutzen.
Gartenstuhl reinigen: Geflecht braucht keine aggressive Chemie
Bei vielen Outdoor-Geflechten reicht für die regelmäßige Reinigung lauwarmes Wasser, ein weiches Tuch beziehungsweise eine weiche Bürste und ein zum Material passendes mildes Reinigungsmittel.
Die Pflegeanleitung des Herstellers hat Vorrang. Scheuernde Schwämme, harte Bürsten und aggressive Reiniger können Oberflächen oder Fasern beschädigen.
Zwischenräume nicht vergessen
In Flechtstrukturen sammeln sich Pollen, Staub und organische Rückstände leichter als auf einer völlig glatten Oberfläche.
Besonders Übergänge zwischen Geflecht und Rahmen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Bleibt dort dauerhaft Schmutz beziehungsweise Feuchtigkeit stehen, wird das Möbel unnötig belastet.
Hochdruckreiniger nicht automatisch verwenden
Ein Hochdruckreiniger kann Beschichtungen, Verbindungen oder einzelne Fasern stärker belasten als eine manuelle Reinigung. Verwenden Sie ihn nur, wenn der Hersteller dies ausdrücklich erlaubt.
Braucht ein Geflechtstuhl zusätzlich ein Sitzkissen?
Das hängt von Konstruktion und persönlichem Komfort ab. Straff gespannte textile Sitzflächen können ohne zusätzliche Auflage angenehm sein, während manche Geflechtstühle mit einem Sitzkissen deutlich komfortabler werden.
Bei einer Auflage sollten die Maße exakt zum Stuhl passen. Ein zu großes Kissen kann über die Sitzkante ragen, ein zu kleines verrutscht leichter.
Zusätzlich sollte geprüft werden:
- ob Befestigungsbänder vorhanden sind,
- ob der Bezug abnehmbar ist,
- welche Wasch- beziehungsweise Pflegehinweise gelten,
- wie schnell die Füllung trocknet,
- wo das Kissen bei längerem Regen gelagert wird.
Auch wasserabweisende Polster sollten nicht automatisch dauerhaft nass gelagert werden.
Gartenstuhl einzeln oder als komplettes Gartenmöbel-Set kaufen?
Einzelne Gartenstühle bieten mehr Freiheit bei Material, Farbe und Sitzkomfort. Ein komplettes Set erleichtert dagegen die Abstimmung von Tischhöhe, Proportionen und Design.
Vor allem bei Armlehnenstühlen sollte trotzdem geprüft werden, wie viele Stühle tatsächlich am mitgelieferten Tisch Platz finden.
Die Vor- und Nachteile beider Varianten vergleichen wir im Ratgeber Gartenmöbel-Set oder einzeln kaufen?. Aktuelle Kombinationen finden Sie außerdem in der Kategorie Gartenmöbel-Sets.
Kaufcheck: Gartenstuhl mit Geflecht online vergleichen
| Prüfung | Konkrete Frage |
|---|---|
| Material Geflecht | Woraus bestehen Rücken- und Sitzfläche tatsächlich? |
| Gestell | Aluminium, Stahl, Edelstahl, Holz oder Kunststoff? |
| Outdoor-Freigabe | Was sagt der Hersteller zu UV, Regen und Lagerung? |
| Maße | Sitzhöhe, Sitztiefe, Sitzbreite, Gesamtbreite und Armlehnenhöhe prüfen. |
| Belastbarkeit | Welche maximale Belastung nennt der Hersteller? |
| Funktion | Stapelbar, klappbar, verstellbar oder fest? |
| Sicherheit | Stabilität, Quetschstellen, Kanten, Gelenke und Verbindungen kontrollieren. |
| Polster | Sind Auflagen enthalten oder separat erforderlich? |
| Pflege | Welche Reinigungsmittel und Methoden sind freigegeben? |
| Winter | Kann der Stuhl gestapelt, abgedeckt oder trocken gelagert werden? |
| Ersatzteile | Sind Fußkappen, Polster oder andere Verschleißteile nachbestellbar? |
Produktfoto nicht als Maßstab verwenden
Auf freigestellten Produktbildern lassen sich Größe und Proportionen nur schwer einschätzen. Vergleichen Sie deshalb immer die angegebenen Maße mit einem vorhandenen Stuhl oder markieren Sie die benötigte Fläche.
Bei sechs oder acht Gartenstühlen können wenige Zentimeter zusätzliche Breite pro Stuhl darüber entscheiden, ob die gesamte Gruppe noch bequem am Tisch Platz findet.
Gewicht mitdenken
Ein sehr leichter Stuhl lässt sich einfacher bewegen und stapeln. Auf stark windigen Terrassen kann geringes Gewicht allerdings auch ein Nachteil sein.
Das Gewicht sollte deshalb passend zum Standort beurteilt und nicht pauschal als Qualitätsmerkmal verstanden werden.
Häufige Fragen zu Gartenstühlen mit Geflecht
Was ist Polyrattan?
Polyrattan ist ein synthetisch hergestelltes Flechtmaterial, das optisch an natürliches Rattan erinnert und für viele Outdoor-Möbel eingesetzt wird. Die konkrete Qualität hängt von Faser, Verarbeitung und Herstellerangaben ab.
Ist Polyrattan besser als Rope?
Nicht grundsätzlich. Beide Bauweisen können für Outdoor-Gartenstühle geeignet sein. Entscheidend sind die verwendeten Fasern, ihre Außenbereichseignung, die Verarbeitung sowie das darunterliegende Gestell.
Sind Kunststoff-Gartenstühle wirklich wetterfest?
Viele Kunststoffstühle sind für den Außenbereich konstruiert. Das bedeutet jedoch nicht, dass jeder Kunststoff unbegrenzt gegen UV-Strahlung, Temperaturwechsel und Feuchtigkeit beständig ist. Maßgeblich sind die Angaben des konkreten Herstellers.
Kann ein Gartenstuhl mit Geflecht im Regen stehen?
Wenn der Hersteller den Stuhl für den entsprechenden Außeneinsatz freigibt, kann das Gestell beziehungsweise Geflecht grundsätzlich dafür ausgelegt sein. Zusätzliche Polster müssen getrennt betrachtet werden und sollten häufig trockener gelagert werden.
Welches Gestell ist besonders pflegeleicht?
Aluminium ist bei Gartenstühlen beliebt, weil es korrosionsbeständig und vergleichsweise leicht ist. Trotzdem müssen Beschichtung, Schrauben und Verbindungsteile kontrolliert und gepflegt werden.
Was ist besser: stapelbar oder klappbar?
Stapelbare Stühle sind praktisch, wenn mehrere identische Stühle gemeinsam gelagert werden. Klappstühle benötigen häufig noch weniger Platz. Dafür besitzen sie zusätzliche bewegliche Gelenke und mögliche Quetschstellen.
Wie erkennt man einen stabilen Gartenstuhl?
Der Stuhl sollte auf ebenem Untergrund nicht wackeln, sauber verarbeitete Verbindungen besitzen und für die vorgesehene Belastung ausgelegt sein. Herstellerangaben zur Belastbarkeit und gegebenenfalls Hinweise auf einschlägige Sicherheitsprüfungen helfen bei der Auswahl.
Was bedeutet DIN EN 581-2?
DIN EN 581-2 behandelt mechanische Sicherheitsanforderungen und Prüfverfahren für Außen-Sitzmöbel im Camping-, Wohn- und Objektbereich. Der Teil für Sitzmöbel wurde 2026 überarbeitet.
Ist das GS-Zeichen Pflicht?
Nein. Das GS-Zeichen ist ein freiwilliges Sicherheitszeichen. Es weist darauf hin, dass ein Produkt im vorgesehenen Verfahren auf die einschlägigen Sicherheitsanforderungen geprüft wurde.
Kann ein Hochlehner auch am Esstisch verwendet werden?
Ja, wenn Sitzhöhe, Armlehnen und Gesamtbreite zum Tisch passen. Bei stark nach hinten verstellbaren Hochlehnern sollte zusätzlich genügend Platz hinter dem Stuhl vorhanden sein.
Wie überwintert man Gartenstühle mit Geflecht?
Am besten entsprechend der Herstellerempfehlung. Eine trockene, geschützte Lagerung reduziert die Belastung durch UV-Strahlung, Feuchtigkeit, Frost und Temperaturwechsel. Stapelbare Modelle benötigen dabei weniger Fläche.
Fazit: Beim Geflechtstuhl nicht nur auf die Flechtoptik achten
Ein Gartenstuhl mit Polyrattan-, Rope- oder Textilgeflecht kann leicht, bequem und pflegefreundlich sein. Ob er langfristig zum eigenen Garten passt, entscheidet jedoch nicht die Optik allein.
Prüfen Sie das komplette System aus Geflecht, Gestell, Verbindungen und möglichen Polstern. Hinzu kommen Sitzmaße, Armlehnen, Belastbarkeit, Stapel- beziehungsweise Klappfunktion und die Frage, wie viel Sonne, Regen und Wind der Stuhl am späteren Standort tatsächlich abbekommt.
Wer mehrere Stühle für einen Esstisch kauft, sollte außerdem Breite und Armlehnenhöhe sehr genau prüfen. So lässt sich vermeiden, dass ein optisch passender Stuhl später nicht unter den vorhandenen Tisch passt oder die gewünschte Anzahl an Sitzplätzen nicht erreicht wird.
Die sinnvollste Reihenfolge lautet daher: Standort festlegen, Maße prüfen, Geflecht und Gestell vergleichen, Sicherheits- und Herstellerangaben kontrollieren und erst danach Farbe und Design auswählen.